Das Summerjam – mein Festival Erlebnis

 [Dieser Beitrag enthält unbeauftragte Werbung, da ich meine Erlebnisse auf dem Summerjam Festival mit euch teile!]

Vor ein paar Wochen war ich zusammen mit einer Freundin auf dem Summerjam Festival,  das seit vielen Jahren am Fühlinger See in Köln statt findet.  Das Areal ist im hohen Norden Kölns und es liegt mitten im Naturschutzgebiet. Am Festivalwochenende herrscht dort jedoch Ausnahmezustand, denn das Summerjam ist eines der größten Reggae und HipHop Festivals Europas.

Dementsprechend reisen die Besucher aus ganz Europa und vielen weiteren Teilen der Erde an. Es ist jedes Jahr ein wirklich buntes und schönes Wochenende. Das diesjährige Motto lautete: Enjoy Music and Vibes. Und das trifft es für mich genau auf den Punkt. Denn die Stimmung und Atmosphäre, also die Vibes, sind beim Summerjam echt besonders. Ich möchte euch gerne ein Stück mitnehmen und meine Erlebnisse und das, was ich als so besonders empfunden habe, mit euch teilen.

Summerjam Festival Mädchen

Überraschungen und Enttäuschungen

Dieses Jahr hatten wir wunderbares Sommerwetter, die Sonne verwöhnte uns das ganze Wochenende. Ich habe musikalische Überraschungen erlebt, andere Künstler haben mich widerum etwas enttäuscht. Meine Freundin und ich haben uns besonders auf Gentleman gefreut und leider hat er uns mit seiner Show auch am meisten enttäuscht. Ich liebe Musik und kann mich für viele Musikstile begeistern und im Nachhinein betrachtet war der Sonntag, an dem viele Festivalbesucher schon wieder abreisen, mein absolutes Highlight. Aber ich fange besser am Freitag an, denn da war Marteria der Headliner auf der Red Stage. Ich hatte ihn noch nicht live erlebt und wusste nicht, was auf mich zukommt.

Wir waren spät nachmittags auf dem Gelände und hatten das Glück noch KLUB KARTELL pres. DELLÉ, GANJAMAN, JAHCOUSTIX & SEBASTIAN STURM live zu erleben. Eine tolle Band und vier tolle Stimmen! Sie kommen im Oktober wieder für ein Konzert nach Köln, ich kanns nur empfehlen. Danach ließen wir uns treiben, schlenderten über das Gelände, setzten uns an den See und genossen einfach die Atmosphäre. Ja und dann kam Marteria. Was für ein Typ und was für eine geile Show! Ich hätte nicht erwartet, dass mich sein Konzert so flasht, aber er hats einfach drauf die Menge mitzunehmen und „die letzten 20 Sekunden“ seiner Show sind der Hammer. 😊

Musik genießen und abschalten

Am Samstag waren wir am frühen Nachmittag wieder auf der Festivalinsel und erlebten einige musikalische Höhepunkte, wie TARRUS RILEY & BLAK SOIL BAND, MILKY CHANCE; die auch eine echt gute Show gespielt haben, CHEFKET und der obligatorische Sohn Bob Marleys: ZIGGY MARLEY. Wir hatten die meisten Künstler noch nie live gesehen und haben uns einfach überraschen lassen. Wie von Tarrus Riley, der sagt: er möchte, dass jeder Zuhörer abschaltet, einfach nur genießt und sich nach seinem Konzert besser fühlt. Und genau darum geht’s doch auch – abschalten, genießen und sich gut fühlen. Und genau in so einem Moment, als ich einfach nur die Musik genossen habe, da kam mir so ein Gedanke…

Liebe Summerjam Festival Lovesign

Es ist egal, wer Du bist

Ich stand in der Menge und ließ meinen Blick schweifen. Um mich rum nur tanzende, singende, glückliche Menschen. Und die, die nicht tanzten, die wippten zumindest im Takt der Musik mit dem Fuß oder Kopf, unterhielten sich, tranken ihr Bier oder spielten mit den Kindern auf ihrer Picknickdecke. Und während ich das bunte Treiben beobachtete, kam mir ein Gedanke: Hier kann jeder so sein wie er ist.

Es interessiert nicht, was Du anhast, wie Du aussiehst, ob Du schwarz oder weiß, jung oder alt bist. Wir sind alle aus dem selben Grund hier: die Musik feiern und gemeinsam eine gute Zeit haben. Der Geist auf diesem Festival ist ein ganz besonderer, so habe ich es jedenfalls wahrgenommen. An diesen 3 Tagen ist die Festivalinsel ein eigener kleiner Kosmos voller Liebe. Das hört sich echt kitschig an, ich weiß, aber so ist es nun mal. Die Menschen sind friedlich, freundlich und genießen die Zeit. Mir ist niemand mit schlechter Laune oder aggressiver Stimmung aufgefallen, man wird nicht doof angemacht, alle feiern zusammen.

Böse Zungen könnten jetzt behaupten „Die sind doch auch alle bekifft“. Ja, das kann ein Grund sein, aber trotzdem kann die heutige Gesellschaft sich eine Scheibe davon abschneiden, wenn es um Toleranz und Nächstenliebe geht. Ich war absolut nüchtern als ich diesen Gedankenblitz hatte und habe mich unendlich wohlgefühlt auf dem Festival zwischen all den Menschen.

Tu es mit Liebe

Denn wem ist es im alltäglichen Leben noch nicht passiert, dass andere Menschen meinen, einen beurteilen oder verurteilen zu dürfen, nur weil ihnen etwas nicht passt. Sei es ’nur‘ ein schräger Blick von der Seite oder ein ‚gut gemeinter Ratschlag‘. Menschen beurteilen einander, versuchen bestimmte Standards zu erfüllen, möchten gefallen. Auch ich ertappe mich manchmal dabei, über andere zu urteilen und frage mich dann „Warum mache ich das? Was habe ich davon?“ Man will sich selbst besser fühlen, seine eigene Unsicherheit kaschieren. Die Frage ist dann aber wohl eher: Was stimmt mit mir nicht? Wo bin ich im Ungleichgewicht mit mir selbst? Einfach leben und leben lassen!

Musik kann bewegen

Zurück zum Festival. Der Sonntag machte seinem Namen alle Ehre und musikalisch wurde auch noch mal richtig aufgefahren. Los gings mit THE SKINTS, einer britischen Reggae Band „für die Punk das Größte ist“. Kann ich auch nur empfehlen, sich diese Musiker mal live anzuhören. Wir verbrachten fast den ganzen Tag entweder sitzend oder tanzend auf unserer Picknickdecke vor der Red Stage. Die Stimmung war super und überall saßen die Menschen auf Decken oder chillten unter den vereinzelten Bäumen am Seeufer. Mein absolutes Highlight an diesem Tag waren INNER CIRCLE, jeder kennt sie spätestens seit ihrem Hit „Sweat (A La La Long)“ in den Neunzigern. Diese mittlerweile älteren Herren rockten die Bühne und lieferten eine wahnsinns Show ab. Sie stehen seit 50 Jahren auf der Bühne und der Spaß am Performen und der Musik ist einfach immer noch zu 100 Prozent da.

Außerdem war ich auch noch total begeistert von SOJA (Soldiers of Jah Army), einer US-amerikanischen Band, die weltweit ausverkaufte Konzerte spielt, sich für den Umweltschutz einsetzt und in ihren Texten auf aktuelle Politik und den durch den Menschen beeinflussten Klimawandel eingeht. Auf jeden Fall ein tolles Erlebnis, denn die Jungs bewegen ihr Publikum und die Atmosphäre ist beeindruckend.

Love Sign Summerjam Festival

Summerjam – Enjoy Music and Vibes

Das Wochenende war auf jeden Fall ein Erlebnis, sowohl musikalisch als auch menschlich. Die Vibes haben mich nachhaltig beeindruckt, könnte man sagen. Das Festival bietet nicht nur musikalisch eine gute Mischung, sondern auch kulinarisch kann man Köstlichkeiten aus aller Welt probieren. Vom leckeren Handbrot, über Flammlachs, indische Currys, Gerichte aus der karibischen Küche oder aus Afrika ist für jeden Geschmack etwas dabei. Auf dem gesamten Gelände findet man fliegende Händler, die Schmuck und Kleidung verkaufen. Ein Rundgang lohnt sich auf jeden Fall. Viele Besucher liegen nachmittags auf den Wiesen am See, essen, unterhalten sich und lauschen der Musik im Hintergrund.

Meiner Freundin und mir hat es mal wieder gut gefallen und wir haben viele neue Eindrücke mitgenommen! Musikalisch hat es mich wieder neu inspiriert und ich hatte auf jeden Fall die schönste Zeit!

PEACE 😉

P.S.: Unter dem folgenden Link könnt ihr euch alle Konzerte des Summerjam nochmal anschauen. (Der Link führt zu einer externen Website) Summerjam 2018

2 thoughts on “Das Summerjam – mein Festival Erlebnis

  1. Liebe Nicola,
    danke für die schönen Eindrücke, die du hier mit uns teilst. Und danke für diese tollen Fotos im Artikel. Hat Spaß gemacht ihn zu lesen. 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.