#KölscherKlüngel: Unverpackt Läden, Second Hand + nachhaltige Restaurants

Diesen Monat möchten wir mit euch dem Thema Nachhaltigkeit im Alltag etwas mehr auf den Grund gehen. Was wir genau vorhaben und was Nachhaltigkeit für uns bedeutet könnt ihr hier nochmal nachlesen. Es geht uns zum Beispiel darum was wir im alltäglichen Leben verändern können, um nachhaltiger und bewusster mit unserer Umwelt umzugehen. Welche Möglichkeiten bietet uns die Stadt, in der wir leben, um nachhaltiger zu haushalten und Gewohnheiten zu ändern?

Wo kann man anfangen und wie weit ist der Weg zu einem bewusst ressourcensparenden Leben? Wenn man genauer darüber nachdenkt geht es ja nicht nur um unverpackte Lebensmittel, Ökostrom, weniger to go Produkte, sondern auch beim Klamottenkauf oder der Wahl des Restaurants kann man nachhaltig handeln. Die Frage ist: wie setzt mans um und ist es wirklich machbar?

Wir denken: einfach mal anfangen und in einem Bereich nachhaltiger zu handeln, ist ein super Einstieg. Denn man kann nicht von jetzt auf gleich alles ändern, aber in kleinen Schritten.

Um den ersten Schritt zu machen, haben wir tolle Anlaufstellen für unverpackte Lebensmittel, FairFashion, Second Hand und nachhaltige Restaurants für euch rausgesucht.

Möhren Lauch Gemüse lose unverpackt

[Dieser Beitrag enthält im Folgenden unbeauftragte Werbung für nachhaltige Angebote in Köln; die Links führen zu externen Webseiten]

Unverpackt Läden

Im Supermarkt darauf zu achten, unverpackte Lebensmittel zu kaufen, ist möglich, aber das Angebot ist einfach minimal. Ein weitaus größeres Sortiment bieten da Unverpackt Läden an. Hier gibt es von der Zahnseide, über Rohstoffe zur Herstellung von Putzmitteln und lose Nudeln, Reis und Öl, Vieles für das tägliche Leben. Man bringt seine eigenen Behälter und Taschen mit, so dass man beispielsweise Lebensmittel direkt abgefüllen kann. Es ist vielleicht etwas aufwendiger und teurer, aber dafür kauft man bewusster ein was man wirklich braucht.

In Köln gibt es mittlerweile mehrere Adressen, selbst Supermärkte rüsten nach und nach in kleinen Schritten um und bieten beispielsweise Obst und Gemüse (das ist keine Selbstverständlichkeit!), sowie Nüsse, Mandeln und Kerne unverpackt zum selbst abfüllen an.

Der Veedelskrämer hat in Köln mittlerweile zwei Geschäfte, eins in Ehrenfeld und eines im belgischen Viertel in der Markthalle.  Veedelskrämer

Tante Olga findet ihr in Köln Sülz. Außerdem hat Tante Olga auch noch einen Online Shop und einen Blog mit wissenswertem zum Thema Zero Waste.  Tante Olga

Und selbstverständlich gibt es auch noch die Wochenmärkte in Köln, auf denen man Obst, Gemüse, Käse, Wurst, Blumen, Kartoffeln, Fleisch, Fisch und auch Kleidung einkaufen kann. Ganze 66 Wochenmärkte an 39 Standorten sind es in der Domstadt, also nix wie hin und Einkaufsbeutel nicht vergessen.  Wochenmärkte in Köln

Natürlich könnt ihr auch online einiges zum Thema unverpackte Lebensmittel und Unverpackt Läden finden. Wir sind uns sicher: Auch bei euch in der Nähe gibt es einen solchen Laden oder zumindest die Möglichkeit, mehr unverpackt einzukaufen.

fair fashion Kleidung ökologisch

Nachhaltige und faire Kleidung

Hättet ihr gedacht, dass es in Köln so viele Geschäfte gibt, die sich auf okölogische, faire und nachhaltige Mode spezialisiert haben? Wir waren doch ziemlich überrascht von der Vielfalt und stellten außerdem fest, dass wir an einigen der Läden schon mehrfach vorbei gelaufen sind, ohne zu wissen, was sich genau dahinter verbirgt. Beim nächsten Bummel durchs Veedel schauen wir auf jeden Fall mal rein:

  • FAIRFITTERS – der erste ECO Fashion Concept Store im Belgischen Viertel
  • Lanius – eine fair Fashion Marke – es gibt insgesamt 4 Läden mit fairer Mode für Frauen
  • Green Guerillas – organic und fair trade Kleidung für Frauen und Männer
  • Mundo Verde – hier findet man Mode der deutschen ökologischen Topmarken
  • kiss the inuit – faire und organische Mode von jungen Designern
  • bgreen – ein Label für faire Kleidung aus Köln Ehrenfeld
  • Daily’s Nothings Better – ein Kölner Modelabel das Lieblingsteile fair und bezahlbar produziert

Die Gründer von kiss the inuit bringen es in ihrer Philosophie sehr gut auf den Punkt, warum wir uns mehr Gedanken zu fair produzierter Mode machen müssen!

Die „Gut-Marken“ sind auf dem Vormarsch – junge, innovative Designer aus Deutschland und der Welt, die für eine gute Sache einstehen. Die nicht mehr akzeptieren, dass Flüsse und Böden vergiftet und Menschen ausgebeutet und krank gemacht werden, damit wir uns schick und günstig einkleiden. Das brauchen wir nicht mehr, und geht auch nicht mehr: Wie viel Dreck verkraftet unser blauer Planet noch? Im Grunde ist längst der Zenit erreicht.

Fair Fashion ist ein Thema das mich noch länger beschäftigen wird. Denn ich möchte meine Augen nicht mehr verschließen und versuchen meinen Lifestyle auch noch grüner zu gestalten.

Aber nicht nur fair produzierte Kleidung ist nachhaltig für unseren Planeten, auch Kleidung mieten oder der Einkauf im Second Hand Laden sind eine tolle Alternative um dem “normalen” Konsum zu entsagen und keine FastFashion zu kaufen. Auch hier haben wir ein paar Adressen zusammengestellt.

Second Hand, Kleidertausch und Co

Habt ihr schon mal Kleidung geliehen? Also zum Beispiel für einen besonderen Anlass, weil ihr euch nicht extra etwas Neues kaufen wolltet? Bei Kleiderrebell kann man nicht nur für besondere Anlässe Klamotten ausleihen, sondern je nach Laune und Bedarf online shoppen. Einziger Unterschied zum herkömmlichen Online Einkauf: man mietet die Kleidung für mindestens einen Monat, auf Rechnung. Das Prinzip ist einfach und wirklich nachhaltig. Eine echt tolle Sache!

Köln bietet auch eine ganze Menge an Second Hand Läden, in denen man sowohl einkaufen als auch Kleidung abgeben kann. Hier ein paar bekannte Beispiele: Humana Second Hand oder auch Oxfam. Aber auch in fast jedem Veedel finden sich kleine, boutiqueartige Second Hand Läden, in denen man wahre Schätze entdecken kann. Kennt ihr zum Beispiel DeJaVie auf der Aachener Straße? Oder Anziehend Anders in Sülz? Oder Secondhand Entlarvt auf der Zülpicher Straße?

Eine gute Adresse für alles rund um Kleidung, Haushalt, Möbel und Gebrauchtwaren ist das Basislager in Köln-Ehrenfeld. Aber auch Oxfam und die vier fairstores der Diakonie sind immer eine Fundgrube für Bücher, Kleidung, Deko und andere Haushaltsgegenstände.

Brot Brötchen lose unverpackt Bäckerei Baguette

nachhaltige Restaurants, Cafés und Bars

Sogar einige Restaurants und Bars in Köln legen Wert auf eine nachhaltige Lebensweise und Produktion ihrer Gerichte. Das Café Feynsinn am Rathenauplatz ist ein tolles Beispiel was alles möglich ist, um bewusst und umweltfreundlich eine Gastronomie zu führen. In Kooperation mit der Alexianer Klostergärtnerei wird das Gemüse selbst angebaut, die Kräuter kommen direkt vom Feld in die Küche und aus dem Obst einer alten Streuobstwiese produzieren sie ihre eigenen Marmeladen und Limonaden. Das Fleisch und der Fisch kommen von Lieferanten aus der Region und es wird auch viel Wert auf Bio Produkte gelegt. Die ganze Bandbreite könnt ihr auf der Webseite vom Café Feynsinn nachlesen.

Eine weitere gute Adresse ist Bunte Burger, das vegetarisch/ vegane Burgerrestaurant in Köln. Hier wird versucht den ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten, zum Beispiel durch 100 % biologisch abbaubare Verpackungen und regionale Zutaten. Außerdem spenden sie übriggebliebene Lebensmittel und Produkte, die sie nicht verkauft haben, an sozale Einrichtungen wie die Tafel oder Foodsharing.

Wenn man über nachhaltige Ernährung nachdenkt, dann ist eine vegetarische oder vegane Lebensweise sicherlich die Alternative, um bewusst umweltfreundlicher zu leben. Auch hierfür haben wir ein paar Restaurants gefunden:

Das ecco in der Kölner Südstadt bietet zum Beispiel sehr viele vegane Gerichte an und führt dabei auch die ökologischen Gesichtspunkte der tierfreien Ernährung an. Die Beweggründe könnt ihr auf der Webseite vom ecco nochmal genauer nachlesen.

Das MeiWok in Ehrenfeld und auch in Sülz bietet asiatische, vegane Küche ohne Zusatz von Geschmacksverstärkern. Manchen schmeckt es dort zu “gesund” andere lieben die hausgemachte Erdnusssoße. ? Überzeugt euch doch einfach selbst bei einem Besuch im MeiWok

Ein tolles veganes Café haben wir auch noch als Tipp für euch. Das Café Hibiskus am Hansaring bietet tolle vegane Torten, Kuchen, Cupcakes und köstliche Sandwiches an. Es gibt Klassiker wie Donauwelle und Käsekuchen – in vegan. Aber auch leckere Oreo Brownies oder Whoopies mit verschiedenen Füllungen hat das Café fast täglich im Angebot. Und die Cupcakes sind ein Genuss!

Die Cafes und Restaurants noch mal im Überblick:

Und noch eine tolle Sache zum Schluss, die mir aufgefallen ist: Es gibt einige Bars in Köln, die ihre Cocktails mittlerweile ohne Strohhalm, oder mit Bambusstrohalmen servieren. Das sind die kleinen Dinge, die viel bewegen können. ?

Veggie Burger ohne Fleisch Gemüse

Nachdem ich für diesen Artikel recherchiert habe, muss ich ganz klar sagen: ich will etwas an meinem Konsumverhalten ändern. Ich will weniger Plastik einkaufen und mehr auf fair produzierte Produkte achten. Im Alltag sind es oft die kleinen Dinge, die man schnell ändern kann, wie zum Beispiel seine eigenen Taschen zum Einkauf mitnehmen, schauen was man auch im “normalen” Supermarkt unverpackt kaufen kann und auf den Coffee to go lieber verzichten. Denn der lässt sich doch in Ruhe auch viel besser genießen!

Habt ihr Tipps für uns, wo wir noch nachhaltiger handeln können? Was macht ihr in eurem Alltag, um weniger Müll zu produzieren? Oder ist euch das Thema bisher nie so wichtig erschienen? Wir freuen uns auf eure Kommentare und Anregungen.

Habt die schönste Zeit!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.