Wie ich Achtsamkeit und Dankbarkeit für mich entdeckte #pausedrücken

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit dem Thema Achtsamkeit im Alltag oder besser gesagt ich versuche, mein alltägliches Leben bewusster zu leben und zu genießen. Irgendwann habe ich für mich entschieden, nicht mehr wie ein Hamster im Hamsterrad unterwegs zu sein und schon morgens miesgelaunt aufzuwachen, nur weil Montag ist. Ich möchte mein Leben nicht von dem Gefühl leiten lassen, das man verspürt, wenn das freie Wochenende zu Ende ist und der alltägliche Wahnsinn wieder losgeht. Mittlerweile versuche ich, durch verschiedene Rituale meinen Alltag schöner und entspannter zu gestalten – auch wenn das oftmals leichter gesagt als getan ist.

Alteingesessene Gewohnheiten oder Denkweisen lassen sich nicht von heute auf morgen ändern. „Einfach mal schnell“ seine Einstellung ändern funktioniert nicht. Denn Gedanken oder Angewohnheiten, die sich über Jahre manifestiert haben, lassen sich nicht auf die Schnelle aus Deinem Leben verbannen.

#pausedrücken

Persönlich habe ich gemerkt, Umdenken braucht seine Zeit und muss kontinuierlich trainiert werden. Um euch hier von dieser Entwicklung zu berichten, euch Einblicke und Tipps zu geben, haben Nika und ich die Rubrik #pausedrücken ins Leben gerufen. Unter dem Motto „einfach mal auf Pause drücken“ möchten wir euch in unregelmäßigen Abständen aus unserem achtsameren Leben erzählen, Buchtipps geben, Entspannungsmöglichkeiten mit Euch teilen und auch einfach mal die Seele baumeln lassen. Uns gehts auch darum, die Augen nicht mehr vor der Schönheit des alltäglichen Wahnsinns zu verschließen, sondern die Dinge einfach aus einem anderen Blickwinkel anzuschauen.

Ein Beispiel aus meinem persönlichen Alltag: ich fahre morgens oft mit der S-Bahn zur Arbeit. Anstatt mich zu ärgern, weil die Bahn verspätet ist, was relativ häufig vorkommt (ein Hoch auf die Gleitzeit!), freue ich mich über den wunderschönen Sonnenaufgang und genieße diesen Anblick für ein paar Minuten. In solchen Momenten versuche ich, den negativen Gedanken keinen Raum in meinem Kopf zu geben, denn mit morgendlicher schlechter Laune startet es sich nicht gut in den restlichen Tag!

Jetzt im Frühjahr und Sommer genieße ich es aber auch, mit dem Rad ins Büro zu fahren, denn ich liebe den Fahrtwind und die Morgensonne im Gesicht.  Auf meiner kleinen Radtour bin ich mit meinen Gedanken alleine, tue etwas für meine Fitness, lausche dem morgendlichen Vogelgezwitscher und lasse mich nicht stressen.  Ich fokusiere mich auf Dinge, die ich liebe und die mir ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Klappt meistens schon sehr gut, aber ich befinde mich auch noch im Trainingslager! 😉

Zeit zum Umdenken

Ich habe „Techniken“ für mich entdeckt, die mir helfen, mehr im Hier und Jetzt zu leben und Momente zu genießen. Oftmals verschließt man unbewusst seine Augen vor den kleinen Glücklichmachern im Alltag. Ein großer Meilenstein im Prozess meines Umdenkens ist die Dankbarkeit. Je mehr Gedanken ich mir darüber mache, wofür ich in meinem Alltag, meinem täglichen Leben, dankbar bin, desto glücklicher machen mich Kleinigkeiten, denen ich früher kaum Aufmerksamkeit geschenkt hätte. Ein gutes Beispiel ist hier der  Sonnenaufgang an der S-Bahn Haltestelle.

Seit einiger Zeit versuche ich, jeden Tag zu refelektieren und drei Dinge aufzuschreiben, für die ich dankbar bin. Das können sehr banale Dinge wie zwei grüne Ampeln auf dem Weg zur Arbeit oder ein gutes Gespräch unter Kollegen sein. Oder auch die nette Bäckereiverkäuferin, die mir 5 Cent schenkte, weil ich Schussel vergessen hatte, dass ich kaum noch Geld im Portemonaie hatte und trotzdem noch schnell ein Brot kaufen musste. Das ist mir wirklich passiert und es war mir so unangenehm, aber gleichzeitig war ich einfach nur dankbar für diese herzliche Geste.

Dankbar sein

Seitdem ich mich mit dem Thema Dankbarkeit und Achtsamkeit beschäftige, spüre ich wie sich mein Denken und meine Sicht auf Vieles verändert hat. Ich gehe mit offeneren Augen durch die Welt und versuche, in Vielem den positiven Kern zu entdecken. Mein Fokus verändert sich und ich richte mein Augenmerk auf die guten, gelungenen Dinge. Ich lasse mich nicht von den negativen, missmutigen Gedanken runterziehen. Natürlich klappt das nicht an jedem Tag und ich ertappe mich noch oft genug dabei, dass ich mich über Banalitäten oder Dinge, die ich nicht ändern kann, aufrege oder ärgere. Jedoch hilft mir meine tägliche Dankbarkeitspraxis dabei, mein Gehirn neu zu programmieren.

Falls Euch das Thema Achtsamkeit und auch Dankbarkeit interessiert, habe ich hier ein paar Quellen, aus denen ich regelmäßig Inspiration schöpfe [die Links führen euch zu externen Webseiten].

Zum Beispiel auf dem Blog www.gluecksplanet.com. Besonders ans Herz legen möchte ich euch den Artikel von Silja zum Thema Dankbarkeit. Ich lese ihre Artikel sehr gerne und kann meistens etwas für mich mitnehmen. Außerdem höre ich gerne den Podcast Celebrating Yin von Kristin Woltmann oder ich stöbere bei Laura Malina Seiler.

Habt die schönste Zeit!

P.S.: Habt ihr Erfahrung mit Dankbarkeitstagebüchern oder mit der Neuprogrammierung Eurer Gedanken? Erzählt mir gerne mehr davon in den Kommentaren. Ich bin sehr gespannt!

2 thoughts on “Wie ich Achtsamkeit und Dankbarkeit für mich entdeckte #pausedrücken

  1. Liebe Nicola,

    ein sehr interessantes Thema. Und auch ein wichtiges. Schön, dass du deine positiven Momente (Sonnenaufgang) aus Situationen ziehst, in denen du normalerweise schon auf „muss das jetzt sein?“- Modus gestellt wärst. Beispiel: Verspätung Zug.

    Dankbarkeit ist ganz wichtig in der heutigen Zeit. Ich glaube, wir wissen heute gar nicht mehr richtig Dinge zu schätzen. Wie zum Beispiel eine bezahlbare Wohnung. Kleidung und Nahrung zu haben. Gerade in den letzten beiden Punkten habe ich das Umdenken angefangen. Sprich, brauch ich wirklich noch ein 10. schwarzes T-Shirt, wo ich doch schon 10 im Schrank habe (als Beispiel). Weiß man heute eigentlich was man alles an Kleidung im Schrank hat? Ich habe es nicht mehr alles gewusst, bis ich diesen ausgemistet habe für meinen Umzug. Und jetzt habe ich viel weniger zu tun, bezüglich Wäsche waschen als Beispiel. Hat also auch etwas Positives 🙂

    Genauso ist es doch mit Lebensmittelvorräten? Wie oft kauft man Dinge ein, die in der hintersten Ecke des Küchenschranks verschwinden? Und irgendwann beim Aufräumen, merkt man, dass vieles schon nicht mehr gut ist? Umdenken und Umprogrammieren kann man gerade in diesen Punkten. Aber wie du selber sagst, dass alles dauert seine Zeit, denn wir haben alle unsere einstudierten Rhytmen.

    GLG Luna

    1. Danke für Deinen Kommentar! 🙂 Deine angesprochenen Punkte sind auf jeden Fall auch ein wichtiges Thema, denn heute gibts ja alles im Überfluss! Wenn man sich Dinge bewusst macht ändert sich evtl auch die Einstellung dazu.
      Liebe Grüße zurück, Nicola

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.